Warum wir uns immer wieder gleich bewegen
Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum Du ganz selbstverständlich immer in derselben Haltung sitzt?
Warum Du immer mit derselben Hand nach der Kaffeetasse greifst?
Oder warum sich manche Bewegungen ganz leicht anfühlen, andere dagegen ungewohnt oder unsicher?
Die Antwort liegt nicht in den Muskeln.
Sie liegt im Nervensystem.
Denn unser Organismus lernt mit jeder Bewegung.
Das Gehirn sucht den vertrauten Weg
Du kennst bestimmt einen dieser Trampelpfade.
Am Anfang gibt es keinen Weg.
Mit jedem Menschen, der denselben Pfad benutzt, wird dieser deutlicher.
Nach einiger Zeit entsteht ein gut sichtbarer Weg.
Genau so arbeitet auch unser Nervensystem.
Bewegungen, die häufig wiederholt werden, werden nach und nach automatisiert.
Das spart Energie.
Wir müssen nicht mehr über jeden einzelnen Schritt nachdenken.
Unser Organismus nutzt bevorzugt das, was er bereits kennt.

Was wir regelmäßig wiederholen, wird mit der Zeit zu einem vertrauten Bewegungsmuster.
Gewohnheit ist nicht immer gleich Gesundheit
Diese Fähigkeit ist grundsätzlich etwas Wunderbares.
Sie ermöglicht uns flüssige Bewegungen.
Sicherheit.
Koordination.
Doch sie hat auch eine Kehrseite.
Wenn sich durch Schmerzen, Verletzungen oder Schonhaltungen ungünstige Bewegungsmuster entwickeln, werden auch diese gespeichert.
Der Organismus unterscheidet zunächst nicht zwischen günstig und ungünstig.
Er speichert vor allem das, was häufig wiederholt wird.
So können Bewegungen entstehen, die sich ganz normal anfühlen – obwohl sie den Organismus dauerhaft belasten.
Veränderung beginnt mit neuen Erfahrungen
Deshalb reicht es häufig nicht aus, einfach kräftiger zu werden.
Oder sich vorzunehmen, künftig „gerader zu sitzen“.
Das Nervensystem braucht neue Erfahrungen.
Neue Bewegungen.
Neue Sicherheit.
Erst wenn der Organismus erlebt, dass ein anderer Bewegungsablauf möglich und sicher ist, beginnt er, neue Muster zu entwickeln.
Das geschieht nicht von heute auf morgen.
Aber es ist möglich.
Warum Wiederholung so wichtig ist
Eine einzelne Übung verändert noch kein Bewegungsmuster.
Erst regelmäßige Wiederholungen machen aus einer neuen Bewegung eine neue Gewohnheit.
Genau deshalb sprechen wir in der Schabesberger Gesundheitsstrategie von:
Verstehen.
Regulieren.
Stabilisieren.
Nicht die einzelne Übung verändert den Organismus.
Sondern das, was er immer wieder erlebt.
Der Körper verändert sich,
wenn neue Erfahrungen Vertrauen schaffen.
Mein Gesundheitsgedanke
Ich glaube nicht, dass unser Organismus „falsche“ Bewegungen abspeichert.
Er speichert das, was sich bewährt hat – oder zumindest notwendig war.
Deshalb braucht Veränderung Verständnis, Sicherheit und Zeit.
Genau darin liegt für mich der Schlüssel zu nachhaltiger Bewegung.
Ulli Schabesberger® – Gesundheitsstrategin | Entwicklerin der Schabesberger Gesundheitsstrategie.
Der erste Schritt ist, gehört und verstanden zu werden.
Gemeinsam betrachten wir Deine individuelle Situation und schaffen Orientierung für die nächsten sinnvollen Schritte.
