Ernährung, Verdauung & Stoffwechsel

Satt ist nicht gleich versorgt

Frische, nährstoffreiche Lebensmittel als Grundlage einer guten Versorgung des Körpers.

Warum ein voller Teller nicht automatisch bedeutet, dass Dein Organismus alles bekommt, was er braucht.

Kennst Du das:

Du hast gegessen.

Du bist satt.

Du verlässt den Esstisch mit einem angenehmen Gefühl.

Doch bedeutet das automatisch, dass Dein Organismus auch gut versorgt ist?

Nicht unbedingt.

Denn Sättigung bedeutet vor allem, dass unser Magen gefüllt ist.

Versorgung bedeutet:

Dein Organismus hat alles bekommen, was er heute für seine Aufgaben braucht.

Unser Körper braucht weit mehr als Kalorien

Stell Dir vor, Du möchtest ein Haus bauen.

Vor Dir stehen zwei Lastwagen.

Beide sind gleich groß.

Der erste ist bis oben hin mit hochwertigen Ziegeln, Holz und Werkzeug beladen.

Der zweite mit leeren Kartons.

Beide Fahrzeuge sind voll.

Doch nur eines bringt Dich wirklich weiter.

Mit unserer Ernährung kann es ähnlich sein.

Auch zwei Mahlzeiten mit vergleichbarer Kalorienmenge können den Organismus völlig unterschiedlich versorgen.

Nicht die Menge entscheidet.

Sondern der Inhalt.

Nährstoffdichte macht den Unterschied

Manche Lebensmittel liefern neben Energie auch zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Andere enthalten vor allem Kalorien.

Beides macht satt.

Doch nicht beides versorgt den Organismus in gleicher Weise.

Gerade deshalb spreche ich lieber von Nährstoffdichte als von Kalorien.

Denn unser Körper braucht weit mehr als Energie.

Er braucht die Bausteine, mit denen er täglich arbeitet.

Der Organismus spart nicht an seinen Aufgaben

Unser Herz schlägt weiter.

Das Immunsystem arbeitet.

Zellen erneuern sich.

Hormone werden gebildet.

Unser Gehirn verarbeitet Millionen Informationen.

All diese Prozesse laufen auch dann weiter, wenn wichtige Nährstoffe fehlen.

Der Organismus versucht, mit dem auszukommen, was vorhanden ist.

Doch auf Dauer wird das immer schwieriger.

Essen darf Freude machen

Gute Ernährung bedeutet für mich deshalb nicht, jedes Lebensmittel zu bewerten.

Es geht auch nicht darum, nie wieder ein Stück Kuchen zu essen.

Entscheidend ist das große Ganze.

Je häufiger wir Lebensmittel wählen, die unseren Organismus wirklich versorgen, desto besser sind seine Voraussetzungen, seine täglichen Aufgaben zu erfüllen.

Nicht Perfektion macht den Unterschied.

Sondern Regelmäßigkeit.

Zwei nahezu gleich große Weidenkörbe stehen nebeneinander auf hellem Untergrund. Der linke Korb ist mit frischem Gemüse, Obst, Kartoffeln, Kräutern und Nüssen gefüllt. Der rechte Korb enthält verschiedene bunt verpackte, hochverarbeitete Lebensmittel wie Chips, Süßigkeiten, Softdrink und Fertigprodukte. Beide Körbe wirken gleich voll, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrem Inhalt. Die warme Aquarellillustration mit großzügigem Weißraum verdeutlicht, dass Sättigung und Nährstoffversorgung nicht dasselbe sind.

Nicht jeder volle Korb versorgt den Organismus gleichermaßen. Entscheidend ist, womit wir ihn füllen.

Was Du aus diesem Beitrag mitnehmen kannst

  • Sättigung und Versorgung sind nicht dasselbe.
  • Unser Organismus braucht mehr als Kalorien.
  • Nährstoffdichte entscheidet mit darüber, wie gut unser Körper seine Aufgaben erfüllen kann.
  • Gute Ernährung bedeutet nicht Verzicht, sondern möglichst regelmäßige Versorgung.

Mein Gesundheitsgedanke

Gesundheit beginnt für mich mit dem Verständnis dafür, dass unser Körper täglich auf eine gute Versorgung angewiesen ist.

Ich frage viel lieber:

„Hilft diese Mahlzeit meinem Organismus dabei, seine Aufgaben gut zu erfüllen?“

Denn genau darin sehe ich den Unterschied zwischen Essen und Ernährung.

Der erste Schritt ist, gehört und verstanden zu werden.

Gemeinsam betrachten wir Deine individuelle Situation und schaffen Orientierung für die nächsten sinnvollen Schritte.

Verstehen beginnt mit einem Gespräch.
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